Südamerika ist die Heimat aller Arten der Capsicumgattung. Die Verbreitung erstreckt sich von den Hochlagen der Anden bis zu den Südstaaten der USA.

Außerhalb dieses natürlichen Verbreitungsgebietes wird vor allen Dingen in Indien der Anbau kommerziell betrieben. Auch in Thailand und Afrika hat in den letzten Jahren der Anbau stark zugenommen. Selbst in Zentraleuropa wächst die Zahl der Liebhaber.

Seit Anfang der 60er Jahre unterscheidet man fünf domestizierte Arten, welche in nachfolgenden Artikeln beschrieben werden :

C. annum          (von mildem Gemüsepaprika bis zu Cayenne und den Thai-Sorten)

C. chinense       (Habanero, Scotch Bonnet, usw.)

C. baccatum      (Angelo, Criolla Sella, Dedo de Moca, Lemon Drop, usw)

C. pubescens    (Rocoto wie San Isidro, Manzano usw.)

C. frutescens     (bekannteste Sorte ist Tabasco)

chilis

C. annum

Diese Art ist sehr leicht zu Halten und zu Vermehren. Daraus resultiert, daß es nicht mehr ohne weiteres möglich ist eindeutige Bestimmungen vorzunehmen. Durch die leichte Kreuzungsmöglichkeit drängen immer neuen  Sorten auf den Markt. Leicht zu erkennen ist dieses an dem großen Angebot der Zierchilis in den Gartencentern. Selbst in den Herkunftsländern sind teilweise mehrere Namen für eine Sorte bekannt.

Diese Art hat so viele Sorten hervorgebracht (vom kleinen Zierchili bis zu Busch- und Baumartigen Pflanzen in Mexico), daß eine sofortige Unterscheidung von anderen Arten nicht auf Anhieb möglich ist. Nicht nur in der Größe, sondern auch in der Farbe der Blätter und Blüten gibt es eine sehr breite Palette. Die Blätter variieren von hellgrün bis dunkelgrün. Selbst panaschierte Sorten sind bekannt. Auch bei den Blüten (normalerweise weiß) kommen violette Farben vor.

 

c.annumc.annumc.annum

C. chinense

Auch die C. chinense stammt ursprünglich aus Südamerika. Der Name chinense hat mit China genau so wenig zu tun wie habanero mit Havanna.

Durch Funde als Grabbeigaben in Südamerika ist die Domestizierung bereits vor einigen tausend Jahren nachweislich. Obwohl einige C.chinense zu den schärfsten Chili`s gehören, sind sie doch zum würzen von Speisen sehr beliebt. Der Duft einiger Sorten ist unvergleichlich.

Hauptanbaugebiete sind außer der Karibik und Indien inzwischen auch Afrika. Das große Verbreitungsgebiet sorgt auch hier wieder für ein Namenwirrwar. Durchaus können in Farbe und Form unterschiedliche Früchte den gleichen Namen tragen bzw. gleichaussehende Früchte mit gleichem Aroma verschiedene Namen haben.

Soweit Einkreuzungen mit anderen Arten vermieden wurden, kann man die C.chinense von anderen Arten gut unterscheiden.

Die Größe variiert in der Regel zwischen 50 cm und einem Meter. Bei guter „Fütterung“ im Gewächshaus hatte ich allerdings Habanero orange mit einer Höhe von über 2 m.

Die kleinen grünlichweißen Blüten der C.chinense sind in der Regel fünfblättrig und werden 2- bis 5-fach pro Knoten gebildet.

Die Fruchtformen sind sehr unterschiedlich. Es kommen sehr kleine tropfenförmige Früchte mit ca. 5 mm Durchmesser bis hin zu mehreren cm großen runden oder länglichen Früchten vor.


verschiedene C. chinense

C. frutescens

Die Zuordnung der C.frutescens ist auch jetzt noch umstritten. So wird sie von einigen Botanikern der C.chinense zugerechnet, während Andere sie als Unterart der C.chinense ansehen. Das Rennen ist noch nicht entschieden. Der Ursprung ist wie bei allen Capsicum Südamerika.

Die bekannteste Pflanze ist sicherlich die Tabasco. Diese Pflanzen sind etwas schwieriger im Anbau. Oftmals ist erst im zweiten Jahr mir einer guten Ernte zu rechnen. Selbst angebaut habe ich diese Pflanze nicht, und möchte Wertungen nicht vornehmen.

Früchte gleich welcher Art werden bei mir nur ohne Grünanteil und ohne Kerne verwertet. Da alle C.frutescens relativ kleine Früchte haben, wird der Anbau bei mir nicht zu erwarten sein.

C.baccatum

Wie in den vorherigen Beschreibungen trifft auch hier zu, daß der Ursprung in Südamerika zu suchen ist. Die Verbreitung dieser Arten ist nicht so groß, da erst nach einer langen Wachstumsphase die Blütenbildung erfolgt und somit das Abreifen der Früchte in unseren Breiten sehr in Frage gestellt ist. Wer den Anbau wagt wird in der Regel mit einem recht hohen Ertrag belohnt.

Ausgehen muß man allerdings von einer stattlichen Größe, die es oftmals nicht möglich macht die letzten Früchte in einem frostfreien Raum abreifen zu lassen. Wer den Anbau wagt, wird von dem sehr intensieven fruchtigen Aroma begeistert sein.

C.baccatumC.baccatum

C.pubescens

Auch als Baumchili bezeichnet ist die C.pubescens in den Hochlagen Südamerikas beheimatet. Zwei sehr charakteristische Unterscheidungsmerkmale gegenüber anderen Chilis seien erwähnt. Zum einen ist es die Behaarung aller Pflanzenteile, sowie die Ausbildung dunkler Samen (braun bis schwarz) die bis heute noch nicht eindeutig erklärt sind. Auch gibt es bis zum heutigen Tag keinen eindeutigen Nachweis einer Wildform. Die Blüten sind hell bis dunkel violett.

Obwohl oftmals als winterhart bezeichnet, sollte man diese Pflanzen vor Frost schützen. Meine Erfahrungen widersprechen den Behauptungen der Winterhärte. Alle Pflanzen die bei mir Minusgraden ausgesetzt waren sind erfroren.

Die recht lange Vegetationszeit erschwert den Anbau in unseren Breiten. Wer die Möglichkeit der frostfreien Überwinterung hat kann diese Pflanzen über mehrere Jahre pflegen. Auch ist der Ertrag ab dem zweiten Jahr in der Regel sehr viel höher.

Der Anbau sollte im Freiland erfolgen, da die Pflanzen die unterschiedlichen Tag- Nachttemperaturen zum Wachstum benötigen. Meine Versuche im GWH waren kläglich gescheitert. Auch ist somit zu erklären, warum die Rocoto nicht in den Hauptanbaugebieten im Süden der USA kultiviert werden.

Eine  weiterer Unterschied zu anderen Chili sind die dickwandigen Früchte. Dadurch ist das Trocknen nur mit relativ großem Aufwand möglich. Das aus getrockneten Früchten hergestellte Pulver ist allerdings sehr gut und aromatisch.

C.pubescensC.pubescens  C.pubescens


 

Kostbade
 

Sehr oft nehmen Menschen die Entscheidungen Anderer als endgültig hin. Man fügt sich in das scheinbar Unvermeidliche und arangiert sich mit den Gegebenheiten. Sicher ist es manchmal unumgänglich und für ein risikoloses Dasein erforderlich.

 

Die Klivie mit dem botanischen Namen Clivia oder in Deutschland auch als Riemenblatt bekannt, hat in Europa eine lange Tradition. Ursprünglich aus Südafrika stammend ist sie nach der botanischen Neuordnung nach der Herzogin von Northumberland (Lady Charlotte Florentine Clive) als Clivia bezeichnet.

 Brugmansien

Die Engelstrompeten (Brugmansia) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Nachtschattengewächse. Ursprüngliche ist ihr Verbreitungsgebiet Südamerika, jedoch werden sie wegen der auffälligen Blüten weitläufig kultiviert.

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Zahlreiche Einzeltheorien werden in der Fotografie diskutiert, da eine einheitliche und umfassende „Theorie der Fotografie“ bisher fehlt. Die gewünschte Bildaussage wird immer häufiger durch entsprechende fotografische Techniken in der Foto-Praxis bestimmt.